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    Magenschmerzen durch Sodbrennen

    Als wäre das unangenehme Brennen in der Speiseröhre nicht genug, klagen viele Betroffene auch über Magenschmerzen als Symptom von Sodbrennen. Völlegefühl und Unwohlsein gehören ebenfalls zu den typischen Beschwerden, unter denen empfindliche Personen vor allem nach einer üppigen Mahlzeit leiden.

    Junge Frau mit Magenschmerzen hält sich den Bauch

    Zusammengefasst:

    • Ursachen für Magenschmerzen bei Sodbrennen
    • Andere Ursachen von Magenschmerzen
    • Hausmittel gegen Magenschmerzen
    • Medikamente gegen Magenschmerzen

    Ursachen für Magenschmerzen bei Sodbrennen

    Magenschmerzen als Begleitsymptom von Sodbrennen können verschiedene Ursachen haben. Das typische Brennen hinter dem Brustbein wird wegen der anatomischen Nähe zum Verdauungsorgan häufig auch als Magenschmerz wahrgenommen. Es liegt hier sozusagen eine simple Verwechslung vor.

    Wenn Sodbrennen und echte Magenschmerzen gemeinsam auftreten, kann das aber auch an einer motilitätsschwäche des Magens liegen.

    Die Aufnahme von Nahrung fördert die Produktion von Magensäure und Verdauungsenzymen und regt die Peristaltik an. Die Peristaltik oder Motilität des Magens ist eine wellenartige Bewegung der Muskeln der Magenwand, die den Nahrungsbrei vermischt und entlang des gesamten Verdauungstraktes transportiert. In einem gesundes Magen nimmt die Passage des Nahrungsbreis etwa drei Stunden in Anspruch. Die Verweildauer der Speisen im Magen spielt eine große Rolle bei der Entstehung der Beschwerden.

    Ist die Peristaltik des Magens eingeschränkt, stockt der Trarnsport des Mageninhalts. Dadurch verweilt der Nahrungsbrei zu lange im oberen Bereich des Magens. Die Magensäure befindet sich dadurch ebenfalls zu lange im kritischen oberen Magenbereich, von wo aus sie leicht zusammen mit dem Nahrungsbrei in die Speiseröhre zurück transportiert werden kann, vor allem wenn der Schließmuskel ebenfalls schwächelt. Dort kommt es dann zu den typischen Symptomen von Sodbrennen. Aber auch Magenschmerzen, und weitere Störungen des Magen-Darm-Traktes, wie Blähungen oder Völlegefühl können die Folge sein.

    Der  Reizmagender typischischerweise Symptome wie Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen und sogar Herzstechen verursacht, sind eng mit dieser Problematik verknüpft.

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    Hausmittel gegen Magenschmerzen

    Magenschmerzen haben sehr vielfältige Ursachen und dementsprechend gibt es auch viele verschiedene Hausmittel dagegen. Für eine erfolgreiche Behandlung sollte man aber zuallererst in Betracht ziehen, was als Ursache in Frage kommt.

    • Leidet man tatsächlich an Magenschmerzen und Sodbrennen, ist wahrscheinlich eine Übersäuerung des Magens die Ursache. Dann hilft es, die Magensäure zu neutralisieren. Dazu kann man ein Stück trockenes Grau- oder Schwarzbrot kauen oder eine Messerspitze Natron in etwas Wasser auflösen und schluckweise trinken. Auch eine Tasse Ingwertee hilft in diesem Fall. Übergießen Sie einige Scheiben frischen Ingwer mit kochendem Wasser und lassen ihn zugedeckt einige Minuten ziehen. Auch Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Vollmilch lindern die Beschwerden.
    • Ist der Magen simpel überfordert, etwa durch zu fettes Essen, kann man mit Artischocken oder frischem Kohlsaft der Fettverdauung auf die Sprünge helfen. Ein kleiner Spaziergang nach der Mahlzeit regt die Peristaltik an.
    • Liegen die Probleme eher im Darm, helfen Heilkräuter wie Anis, Fenchel oder Kümmel. Als Kräuterteeeingenommen helfen sie gegen Blähungen.
    • Eine gereizte oder entzündete Magenschleimhautkann ebenfalls der Auslöser von Magenschmerzen sein. In diesem Fall kann man zur Beruhigung des Gewebes eine Teelöffel Honig schlecken oder, leider weniger schmackhaft, einen Aufguss aus zwei Teelöffel Leinsamen, die man eine halbe Stunde ziehen lässt schluckweise über den Tag verteilt trinken. Eine Gastritis oder Entzündung der Magenschleimhaut kann durch Reizstoffe wie Alkohol, Nikotin und bestimmte Medikamente ausgelöst werden. Dann hilft es natürlich auch, diese zu meiden. Oft ist das Magenbakterium Helicobacter pylori, das tatsächlich im unglaublich lebensfeindlichen Milieu des Magens überleben kann, der Auslöser einer Gastritis. Dann hilft ein Besuch beim Arzt.

    Eine Magenschleimhaut entzündet kann Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen verursachen. Eine Magenschleimhautentzündung ist in der Regel ungefährlich. Sollte das Leiden ungewöhnlich lange andauern, sollte ein ärztliche Rat eingeholt werden.

    Eine Magenschleimhaut entzündet kann Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen verursachen. Eine Magenschleimhautentzündung ist in der Regel ungefährlich. Sollte das Leiden ungewöhnlich lange andauern, sollte ein ärztliche Rat eingeholt werden.

    Stress als Ursache für Sodbrennen und Magenschmerzen

    Grafische Darstellung eines Magens

    Wenn Sodbrennen und Magenschmerzen längerfristig andauern, sollte eine Arzt konsultiert werden.

    • Stress kann krampfartige Magenschmerzen verursachen. Dagegen helfen beruhigende Heilpflanzen wie Kamille, Baldrian, Pfefferminze oder Melisse und natürlich Entspannung.
    Wenn Sie ständig Magenschmerzen haben und dafür keine Ursache benennen können, sollten Sie die Angelegenheit auf jeden Fall mit einem Arztbesuch abklären lassen um auszuschließen, dass nicht andere organische Leiden hinter den Beschwerden stecken.

    Medikamente gegen Magenschmerzen

    Wenn alle Hausmittel nicht helfen, kann man Magenschmerzen auch medikamentös behandeln. Im Handel sind Säurebinder, krampflösende Mittel oder beruhigende Präparate auf pflanzlicher Basis erhältlich. Aber auch hier ist es hilfreich, die Ursache der Beschwerden zumindest eingrenzen zu können. Wenn keine schwerwiegenden organischen Erkrankungen vorliegen, lassen sich wiederkehrende Magenschmerzen und Sodbrennen durchaus mit einer ausgewogenen, basenreichen Ernährung und gesunden Lebensweise in den Griff bekommen.

    Schon gewusst?

    Ein Auslöser für Sodbrennen und Magenschmerzen, kann auch Stress sein. Entspannungsübungen oder Sport helfen dabei unnötigen Stress abzubauen. Außerdem gibt es Heilpflanzen wie Kamille, Baldrian, Pfefferminze oder Melisse , die eine beruhigende Wirkung auf den Körper haben.

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    Autor

    Dr. Evelyn Zientz

    Arbeitete als Postdoc an der Universität Würzburg über die Charakterisierung von bakteriellen Endosymbionten aus dem Mitteldarmgewebe von Ameisen der Gattung Camponotus.
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