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    Junger man mit Halsschmerzen fässt sich an den Hals

    Das Brennen im Hals – Wenn die Speiseröhre Feuer fängt

    Die meisten Menschen wissen wovon die Rede ist, wenn davon gesprochen wird, dass die Speiseröhre Feuer fängt. Richtig: Vom Sodbrennen! Kommt es zu dieser Problematik, werden wir uns der Speiseröhre sofort wieder bewusst. Allerdings müssen wir wohl alle zugeben, dass wir sie für gewöhnlich als selbstverständlich ansehen. Wir benötigen sie, um die Nahrung vom Mund in den Magen zu transportieren. Was also kann zu dem unschönen Brennen in der Speiseröhre führen? Und viel wichtiger: Was können wir dagegen tun?

    Ein wichtiger Teil des Organismus – die Speiseröhre

    Nahrung wird benötigt, um dem Organismus die notwendige Energie für die unterschiedlichen Funktionen des Körpers zu geben. Sie wird über den Mund aufgenommen, dort zerkleinert und eingespeichelt. Die meist wenig beachtete Speiseröhre transportiert den Nahrungsbrei in den Magen, wo der eigentliche Verdauungsvorganz endgültig beginnt. Der Magen ist mit einem Schließmuskel gesichert, der sich direkt zwischen dem Ende der Speiseröhre und dem Mageneingang befindet. Es handelt sich um einen sehr starken Muskel, denn der Mageninhalt soll grundsätzlich keine Gelegenheit haben, sich in die Speiseröhre auszudehnen bzw. wieder zurück zu fließen. Der Grund dafür ist schnell genannt: Die Magenwände sind mit einer sehr strapazierfähigen Schleimhaut vor der sehr aggressiven Magensäure geschützt. Die Säure ist so stark, damit jede Art von Nahrung auch tatsächlich verdaut werden kann. Die Schleimhaut ist ebenfalls sehr stark aufgestellt. Wäre sie es nicht, könnte die Magensäure die Magenwände angreifen. Die Speiseröhre hingegen kann überhaupt keinen Schutz vor der Magensäure aufweisen.

    Wie kann Magensäure in die Speiseröhre gelangen?

    Luftblasen steigen in Flüssigkeit aufDer Muskel, der den Magen verschließt, ist sehr stark, sodass es unter normalen Umständen überhaupt nicht möglich ist, dass irgendein Teil des Mageninhaltes in die Speiseröhre gelangt. Und doch kann es dazu kommen, dass man immer wieder einmal ein Brennen im Hals verspürt. Wenn die Speiseröhre brennt, bedeutet dies, dass der Verschlussmuskel des Magens seine Aufgabe nicht mehr einwandfrei bewältigt. Diese brennenden Halsschmerzen (Sodbrennen) die durch die Funktionsprobleme des Schließmuskels entstehen, werden, je nach Schmerzempfindlichkeit, als stark oder schwach bemerkt. Es gibt verschiedene Ursachen, warum überhaupt Mageninhalt in die Speiseröhre zurückdrängen möchte.

    • Magenüberladung: Wir haben ganz einfach zu viel gegessen. Dadurch wird der obere Magenschließmuskel mit dem Magen zusammen ausgedehnt. Da kann es schon einmal passieren, dass man beim Aufstoßen oder auch einfach nur beim Bewegen einen Teil des Mageninhaltes samt Magensäure in die Speiseröhre zurück drückt.
    • Luft im Magen: Es gibt verschiedene Ursachen, warum sich übermäßig viel Luft im Magen befinden kann. Verschiedene Nahrungsmittel, etwa sehr fettige Speisen, Kohlgerichte und Hülsenfrüchte, aber auch Zwiebeln und Knoblauch, können während des Verdauungsvorganges zur Gärung kommen, was zu viel Luft im Magen führt. Ist es der Luft nicht möglich, in den weiteren Verdauungstrakt, also dem Dünndarm, zu gelangen, sucht sie sich oftmals den natürlichen Weg nach oben. Ist der Druck groß genug, gibt der Muskel nach. Neben der Luft kann es auch zum Einfließen von Magensäure oder dem Nahrungsbrei führen. Trifft dieses Gemisch auf die Wände der Speiseröhre, verspüren wir ein Brennen im Hals.
    • Eine Erkrankung des Magens: Es gibt unterschiedliche Erkrankungen des Magens, die dazu führen, dass die Produktion von Magensäure erhöht wird. Doch nicht diese Problematik führt zum Sodbrennen. Auch raumgreifende Erkrankungen oder bakteriell-bedingte Symptome können zu einem Rückfluss der Magensäure und des Nahrungsbreis in die Speiseröhre führen. Manchmal kann dieser so stark sein, dass die Schmerzen in der Speiseröhre bis in die Mundhöhle reichen.

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    Kann auch die Luftröhre betroffen sein?

    Für gewöhnlich findet der Reflux in der Speiseröhre statt, weshalb das Sodbrennen sich auf die Speiseröhre beschränkt. In sehr ungünstigen Fällen jedoch kann es passieren, dass der Reflux derart hoch schießt, dass im Rachenbereich auch etwas in die Luftröhre gelangt. Ein typisches, sehr starkes Brennen im Hals ist die Folge. Ebenso kann sich ein sehr starker Husten einstellen. Dies ist eine Schutzreaktion des Organismus, wenn Luftröhre und Lunge bedroht scheinen. Ebenso wie die Speiseröhre verfügt auch die Luftröhre nicht über einen Säureschutz, weshalb die brennenden Halsschmerzen als sehr stark empfunden werden können.

    Hausmittel, wenn die Speiseröhre brennt

    Kommt es zum Brennen im Hals, kann man zunächst versuchen, sich mit Hausmitteln zu helfen. Es sollte allerdings bemerkt werden, dass dies eher bei gelegentlichem, leichtem Brennen im Hals der Fall sein sollte. Kommt es regelmäßig zu Sodbrennen oder starkem Reflux mit saurem Aufstoßen, sollte sich ein Facharzt die Angelegenheit anschauen. Denn nicht immer ist der Grund so einfach gefunden wie bei einer Magenüberladung oder einer Schwangerschaft. Kommt auch der Arzt zu keiner genauen Diagnose, kann letztlich immer noch eine Magenspiegelung helfen, der Ursache auf die Spur zu kommen.

    Aber zurück zu den Hausmitteln: Es handelt sich um Lebensmittel, die in den meisten Haushalten vorhanden sind und daher auch schnell zur Hand sind.

    Glas Milch auf einem Tisch mit einer Schale Mandeln
    • Milch: Ja, es ist tatsächlich so einfach. Milch kommt zum Einsatz, wenn es sich um einen geringfügigen Reflux handelt. Sie bildet sozusagen die schützende Schicht für die Speiseröhre, sodass die Säure dem Gewebe nichts mehr anhaben kann.
    • Mandeln: Auch Mandeln werden als Hausmittel gegen Sodbrennen gehandelt. Zwei oder drei von ihnen reichen bereits aus, um das Brennen im Rachen zu mildern.
    • Wasser: Verdünnen Sie einfach die Magensäure, die in der Speiseröhre hängengeblieben ist. Warmes Wasser hat sich bewährt. Ebenso kann säurearmer Tee zum Einsatz kommen. Hier sollte zum Kamillentee gegriffen werden.
    • Kaugummi: Kein Witz – beim Kaugummi-Kauen kommen es zur vermehrten Speichelproduktion. Speichel ist basisch und kann daher die überschießende Magensäure in kleinen Mengen neutralisieren.
    • Natron: Ein Hausmittel, das tatsächlich in keinem Haushalt fehlen sollte. Das Natron wird in Wasser aufgelöst und getrunken. Allerdings ist es aufgrund der Kohlendioxidbildung des Natrons in Verbindung mit Wasser möglich, dass es zum Aufstoßen kommen kann.  Dies könnte zunächst die Problematik verschlimmern, letztlich aber bessern. Aus diesem Grunde sollte das Natron nicht grundsätzlich die erste Mittelwahl sein. Ein weiterer Grund spricht für eine gewisse Vorsicht bei der Einnahme von Natron bei Brennen im Hals durch Reflux. Natron sollte nicht dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Der Grund dafür ist der Fakt, dass der Organismus überschüssiges Natron nicht einfach ausscheidet. Es wird in irgendeiner Form verwertet. Käme es zu einer Überdosierung von Natron, wären Durchfälle, aber auch Magenschmerzen die langfristige Folge. Kurmäßig dagegen kann Natron problemlos eingenommen werden. Es wäre hier ein eher kurzer Kurzeitraum angedacht, eben aus den genannten Gründen.

    Was auch immer zum Brennen im Hals geführt hat, hält diese Problematik über einen längeren Zeitraum an oder treten noch andere Symptome von Sodbrennen auf, die sich auch mit Hausmitteln nicht beheben lassen, ist es an der Zeit, sich in die Hände eines Arztes zu begeben. Was zuvor allerdings noch versucht werden kann, ist eine Ernährungsumstellung. Basische Kost, kleine Mahlzeiten und viel stilles Wasser bzw. ungesüßte Kräutertees sind in der Lage, die Funktionsfähigkeit des Magens wiederherzustellen. Voraussetzung hierfür ist allerdings eher eine Missachtung des Magens und seiner Funktion. Bei schwerwiegenden Erkrankungen oder länger anhaltendem, dauerhaften Schmerz in der Speiseröhre ist der Arzt derjenige, der der Heilung des Problems auf der Spur sein wird.

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    In Zusammenarbeit mit:

    Dr. Joachim Grünbaum

    Dr. Joachim Grünbaum

    Leitender Arzt Gastroenterologie der Klinik Schlosspark in Grünberg. Neben mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Praxis widmet Dr. Grünberg sich auch der Forschung im Bereich der Onkologie mit dem Schwerpunkt gastroenterologische Onkologie inkl. Misteltherapie.
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