Wasser gegen Sodbrennen

    Tipps zur Trinkkur mit Heilwässern: Hydrogencarbonat im Heilwasser bindet Magensäure und lindert Sodbrennen wirksam

    Wasser ist seit ältesten Zeiten Begleiter des Menschen, schließlich besteht unser Körper zu 67% aus diesem Stoff. Angereichert mit Mineralstoffen aus den tiefsten Schichten der Erde, versetzt mit Gasen, dringt es an vielen Stellen an die Oberfläche, um als Heilwasser aus Quellen, Heilbrunnen und in Bädern, den Menschen seine wohltuende, gesundheitliche Wirkung zur Verfügung zu stellen.

    Begleiten Sie uns auf einen inspirierenden Ausflug in die wundervolle Welt des Wassers,  erkunden Sie mit uns die vielfältigen Heilwirkungen auf unseren Organismus, auf unsere Gesundheit, unsere Verdauung. Erfahren Sie vieles darüber, wie Sodbrennen, Probleme in Magen und Darm, Übersäuerung, durch Wasseranwendungen und Trinkkuren zu heilen und lindern sind.

    Heilung mit Wasser: wann wird Wasser zum Heilwasser?

    Wasser in verschiedenster Form, aus den verschiedensten Quellen rund um unseren blauen Globus, erhebt häufig den Anspruch ein „Heilwasser“ zu sein. Oft sind damit lange Traditionen verbunden. Über Jahrtausende hinweg pilgerten Menschen zu Quellen und Brunnen, deren Wasser besondere Heilkraft nachgesagt wird. Denken Sie nur an die vielen „Wunder“ die das „Lourdes-Wasser“ vollbracht hat. Wirkungen, die möglicherweise nicht allein durch die Inhaltsstoffe zu erklären sind.

    Im rechtlichen Sinne wird ein Wasser erst dann zum Heilwasser, wenn es die Zulassung als Arzneimittel erlangt hat, also nicht mehr zu den Lebensmitteln zählt. Um das zu erreichen, muss es der Nachweis einer „vorbeugenden, heilenden, lindernden Wirkung“ erbringen.

    Auch wenn es ein Arzneimittel ist, bleibt es freiverkäuflich und man braucht kein Rezept, keine Apotheke aufsuchen, um es als tägliche Erfrischung in den Kühlschrank zu stellen. Rund um die Zulassung gibt es viele Möglichkeiten der Ausnahmeregelungen (§§ 21, 109 des Arzneimittelgesetzes) und andere Regulierungserleichterungen.

    Weshalb wirkt Wasser und im speziellen Heilwasser so positiv auf unseren Organismus?

    Wenn wir bedenken, dass unser Körper zu fast 70% aus Wasser besteht, dann können wir uns auch vorstellen, dass Aufnahme und Ausscheidung von Wasser in einem ausgewogenen Verhältnis stehen muss. Die Aufforderung viel Wasser zu trinken, kommt nicht von ungefähr.

    Wasser bringt gelöste Mineralstoffe und Mineralsalze (Sulfat, Natrium, Kohlensäure) mit, die in den Zellhaushalt des Körpers eingebracht werden und von dort ihre Reise in den ganzen Organismus antreten.

    In Wasser gelöste Stoffe sind selbst bei höchster Verdünnung noch nachzuweisen. Ein Umstand, den sich die Homöopathie zunutze macht. Ob Bachblüten, Kräuter- oder energetische Essenzen. Viele davon beruhen auf Wasser als Trägermedium für natürliche, im Wasser gespeicherte Informationen.

    Ist Sodbrennen mit Wasser langfristig zu lindern?

    Diese Frage beschäftigt viele Experten. Ziehen wir nur das reine Wasser oder Mineralwasser in Betracht, so kann es Sodbrennen grundsätzlich nicht verhindern. Zu 99% ist die Magensäure an Beschwerden durch Sodbrennen schuld. Überproduktion, Rückfluss in die Speiseröhre. Damit verbunden die brennenden Schmerzen, weil die Schleimhäute gereizt werden und sich entzünden können. Wasser verbessert auch nicht die Funktion des Schließmuskels (Ösophagussphinkter) am Mageneingang, der die Magensäure rückfließen (Reflux) lässt.

    Eines kann Wasser: die Beschwerden lindern, weil es die Magensäure wieder zurückschwemmt, die Schleimhäute benetzt und kühlt. Ist das Wasser kohlesäurehaltig kann es zu vermehrtem Aufstoßen und Blähungen führen.

    Wobei immer darauf geachtet werden muss, dass eine kurzfristige Symptomverbesserung keine Heilung ist. Es können sich die Beschwerden zwar verbessern, die Schädigung selbst, muss aber nicht zurückgehen. Wird der Zeitpunkt übersehen, kann eine dauerhafte (chronische) Erkrankung der Speiseröhre die Folge sein. Hält Sodbrennen, saures Aufstoßen nachhaltig an, ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen.

    Schon gewusst?

    Wenn der Körper generell übersäuert ist, dann gibt es neben Sodbrennen noch einige Symptome, die darauf hinweisen: Konzentrationsschwäche, Muskelverhärtungen, Hautprobleme, Rheuma, Gicht, Diabetes mellitus. Darum kommt die Aufforderung „viel zu trinken“ nicht von ungefähr. Es kommt aber auf die Zusammensetzung des Wassers an.

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    Gibt es Wasser, dass gegen Sodbrennen hilft?

    Damit sind wir auf der anderen Seite der Medaille. Es gibt auch Wasser, dass gegen die Auslöser des Sodbrennens hilft und nicht nur die Symptome bekämpft. Das ist dann aber in der Kategorie Heilwasser, also bereits Arzneimittel zu suchen und zu finden.

    In erster Linie ist es Wasser, das einen hohen Anteil an Hydrogencarbonat mit sich bringt. Laut Untersuchungen sollte es dann Magensäure ebenso gut neutralisieren, wie die Medikamente, die in den Apotheken erhältlich sind.

    Warum macht Hydrogencarbonat Wasser zum Heilwasser?

    Es wird auch als Bicarbonat bezeichnet und ist in unserem Körper für den Ausgleich zwischen basisch und sauer verantwortlich, will heißen es neutralisiert Säuren. Der Säurehaushalt des Körpers muss sich gegen viele Einflüsse zur Wehr setzen und schneller als gedacht kommt er auch aus dem Gleichgewicht. Lebensstil, Ernährung, Bewegungsmangel: alles kann dazu beitragen, dass unser Körper immer „saurer“ wird (was man manchen Menschen bereits am Gesichtsausdruck ablesen kann).

    Darum sind hydrogencarbonat-haltige Heilwasser so wirksam, weil sie den Ausgleich zur Ernährung, die mit Säureüberschuss daherkommt, bewältigen. Schon im Chemieunterricht in der Schule haben wir gelernt, dass Basen eine neutralisierende Wirkung auf Säuren haben, sie werden weniger „sauer“.

    Diese Heilwässer neutralisieren die Magensäure und gehen so direkt auf die Ursache ein, bekämpfen nicht nur Symptome. Viele Untersuchungen bestätigen die kurative Wirkung von Heilwasser bei Sodbrennen und anderen Säurebeschwerden im Körper.

    Neben Hydrgencarbonat in ausreichender Menge (mehr als 1300 mg pro Liter Wasser) sind es noch weitere Inhaltsstoffe wie Magnesium und Calcium, die es zu einem wahren Heilmittel machen.

    Unser Autor empfiehlt

    Wasser, im speziellen Heilwasser, zählen zu den ältesten Naturheilmitteln der Menschheit. Mit Trinkkuren wurde der Stoffwechsel von Nieren, Herz und Kreislauf angeregt. Die antiken Ärzte kannten die Heilkraft des Wassers, bevor sie in unserer Generation wiederentdeckt wurde. Dieses uralte Wissen, steht uns jetzt wieder zur Verfügung – nutzen wir die Gelegenheit.

    Was hilft konkret gegen Säurebeschwerden im Körper

    Klarerweise ist es nicht nur das Heilwasser, dass hilft den Körper zu entsäuern. Wenn es in der richtigen Zusammensetzung, in der richtigen Menge, regelmäßig getrunken wird, dann trägt es einen guten Teil zur Linderung der Beschwerden bei. Doch im Sinne, dass der gesamte Organismus gesund bleiben soll, beachten Sie noch diese kurze Checkliste:

    • 1 bis 2 Liter Heilwasser täglich (mehr als 1300 mg Hydrogencarbonat pro Liter)
    • Vermeidung fettreicher Speisen, Süßigkeiten, stark Gebratenem und stark Gewürztem
    • kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt
    • Reduktion von Alkohol und Nikotin
    • spätestens zwei Stunden vor dem Schlafen gehen, die letzte Mahlzeit
    • Gewicht reduzieren
    • Entspannungstechniken in den Alltag integrieren

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    In Zusammenarbeit mit:

    Dr. Joachim Grünbaum

    Leitender Arzt Gastroenterologie der Klinik Schlosspark in Grünberg. Neben mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Praxis widmet Dr. Grünberg sich auch der Forschung im Bereich der Onkologie mit dem Schwerpunkt gastroenterologische Onkologie inkl. Misteltherapie.
    Dr. Joachim Grünbaum