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    Frau im Gespräch mit einem Arzt

    Zwerchfellbruch als Auslöser von Sodbrennen

    Sodbrennen ist ein Symptom der Refluxerkrankung. Schätzungsweise 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung sind betroffen, um das 10-fache mehr als noch vor dreißig Jahren.

    Symptomatisch für Reflux ist Sodbrennen und mehrfaches, saures Aufstoßen. Auch Schmerzen hinter dem Brustbein können auftreten, bis zum subjektiven Empfinden von Herzbeschwerden. Für Reflux gibt es viele Ursachen. Eine davon kann der Zwerchfellbruch sein.

    Was passiert, wenn ein Zwerchfellbruch entsteht?

    Das Zwerchfell trennt die Bauch- und Brusthöhle und ist der wichtigste Atemmuskel. Durch eine der Lücken im Zwerchfell führt die Speiseröhre. Wird dieser „Durchgang“ vergrößert (Hiatushernie) kann der Schließmuskel, der den Magen von der Speiseröhre trennt, in den Brustraum verlagert werden. Liegt ein großer Bruch vor, kann es sein, dass Teile des Magens durch diese Öffnung in den Brustraum gelangen.

    Ein Bruch des Zwerchfells ist nicht zu verwechseln mit einem Riss, der eine typische Folge von Unfällen ist (Zwerchfell-Ruptur). Sehr oft sind Kinder davon betroffen. Manchmal entsteht ein Zwerchfellriss auch in Folge von chirurgischen Eingriffen (iatrogen).

    Warum kann ein Zwerchfellbruch entstehen?

    Ältere Dame hält sich den Bauch wegen eines ZwerchfellbruchsEs scheint tatsächlich noch ungeklärt zu sein, weshalb sich Organe des Verdauungstraktes in den Brustraum vorschieben. Bestimmte Gemeinsamkeiten können Aufschluss geben:

    • Bindegewebsschwächen (altersbedingt)
    • ungesunde Ernährung (zu hastig, zu fett, zu scharf oder zu sauer)
    • Schwangerschaft und starkes Übergewicht (Druck auf Magen und Zwerchfell)
    • starke Muskelanspannungen (Pressen) bei Geburt oder Stuhlgang

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    Welche Symptome lassen einen Zwerchfellbruch erkennen?

    Im landläufigen Sprachgebrauch ist von einem „Bruch“ die Rede. Ein Körperteil schlüpft in einen anderen, wie in einen Sack. Hiatushernie ist die medizinische Bezeichnung für den Zwerchfellbruch. Ein Teil des Magens tritt durch das Zwerchfell in den Brustraum aus. Axiale Gleithernie liegt vor, wenn sich der Bruch entlang der Speiseröhre bildet. Bricht er daneben durch, spricht man von Paraösophagealhernien. Diese Brüche können einzeln und kombiniert vorkommen.

    Zwerchfellbrüche können an diesen Beschwerden erkannt werden:

    • Sodbrennen, saures Aufstoßen
    • Druckgefühl und Schmerzen hinter dem Brustbein
    • Übelkeit, Herzbeklemmung im fortgeschrittenem Stadium
    • Blutarmut, weil Gewebeschäden Blutungen auslösen
    • In Einzelfällen wird ein Teil des Magens eingeklemmt, starke Schmerzen und Würgereize sind die Folge

    In den wenigsten Fällen verursachen Zwerchfellbrüche massive Beschwerden. Sie werden dann nicht als solche erkannt. Die Diagnose Gleithernie wird zumeist im Zuge einer Spiegelung des Magens (Gastroskopie) erstellt. Auslöser dazu ist der Verdacht auf Refluxerkrankung. Paraösophagealhernien werden im Zuge einer Röntgenuntersuchung diagnostiziert.

    Zwerchfellbrüche werden in der Regel nur behandelt, wenn sie Ursache für eine Refluxerkrankung sind. Solange keine Komplikationen auftreten hat die Behandlung die Milderung der Symptome der Refluxerkrankung im Fokus. Liegt Paraösophagealhernien vor, kommen Komplikationen eher vor. Solche Brüche werden deshalb früher erkannt. So ganz ungefährlich ist ein Zwerchfellbruch nicht. Es können sich Teile des Magens neben der Speiseröhre im Brustraum ablegen und nicht mehr zurückgleiten. Brüche, die hauptsächlich bei älteren Menschen vorkommen. Sie zeigen die klassischen Symptome der Reflux-Erkrankung (Sodbrennen, Druck in der Brust, Atembeschwerden). Werden sie nicht behandelt sind Komplikationen nicht auszuschließen.

    Welche therapeutischen Maßnahmen gegen einen Zwerchfellbruch gibt es?

    Junge Ärztin mit Mundschutz, im Hintergrund eine OPIn erster Linie kann ein chirurgischer Eingriff (laparoskopisch) Abhilfe verschaffen. Die Lücke im Zwerchfell wird entsprechend verkleinert. Meist wird dazu Magengewebe wie ein Umschlag um die Speiseröhre dort gelegt, wo sie zum Magen übergeht. Teilweise werden Netze eingenäht, die später Komplikationen verursachen, weil sie allmählich einwachsen. Neu ist die Möglichkeit den linken Leberlappen zu verwenden. Er befindet sich neben der Speiseröhre und kann als Verstärkung der Naht hinter das Organ gelegt werden.

    Eine laparoskopisch Operation ist ausgesprochen schonend, da sie keine großen Wunden verursacht (minimalinvasiv). Die Instrumente werden durch kleine Hautschnitte (1 cm) in das Operationsgebiet gebracht und kommen dort mittels Schlüsselloch-Chirurgie zum Einsatz. Solche Eingriffe erfolgen unter Vollnarkose. Nach dem Eingriff kann der Schließmuskel schnell (innerhalb von 1 bis 2 Tagen) seine Funktion aufnehmen. Die Beschwerden vermindern sich und / oder verschwinden komplett, sofern keine zusätzlichen Indikationen für Reflux vorliegen.

    Wird ein Zwerchfellbruch mittels Medikamenten therapiert?

    Nachdem ein Zwerchfellbruch durch die klassischen Symptome einer Refluxerkrankung begleitet wird, ist die Therapie darauf ausgerichtet:

    • Antazida neutralisieren die Magensäure und beugen damit Schäden an der Speiseröhre vor
    • Protonenpumpenhemmer vermindern die Produktion der Magensäure

    Bei diagnostiziertem Zwerchfellbruch ist Medikamentation unzureichend, da rein symptomatisch. Zwerchfellbrüche lösen neben Sodbrennen auch Lungenprobleme (chronischen Husten, Asthma) und Rachenentzündungen aus. Am besten ist den Rat eines Arztes einzuholen, der bei der Entscheidung hilft und die erforderlichen Maßnahmen definiert.

    Wer den Weg in die Apotheke scheut, kann die Reflux-Beschwerden durch Hausmittel mildern. Entweder durch eine Therapie mit Weißkohlsaft oder einem täglichen Schluck Kartoffelsaft vor dem Essen.

    Zusammenfassung Sodbrennen durch Zwerchfellbruch

    Letztendlich ist Reflux – zurückfließende Magensäure – für Sodbrennen und die damit verbundenen Beschwerden verantwortlich. Durch einen Bruch im Zwerchfell kann der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen viel von seiner Funktionalität einbüßen. Magensäure gelangt in die Speiseröhre und greift dort die empfindliche Schleimhaut an.

    Zwerchfellbrüche laufen vielfach beschwerdefrei ab und werden als solche nicht erkannt. Symptomatisch werden sie wie eine Refluxerkrankung therapiert. Eine chirurgische Intervention erfolgt auf laparoskopischen Weg und ist minimalinvasiv.

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    In Zusammenarbeit mit:

    Dr. Joachim Grünbaum

    Leitender Arzt Gastroenterologie der Klinik Schlosspark in Grünberg. Neben mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Praxis widmet Dr. Grünberg sich auch der Forschung im Bereich der Onkologie mit dem Schwerpunkt gastroenterologische Onkologie inkl. Misteltherapie.
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