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    Magenkrebs – Auslöser Sodbrennen

    Es beginnt mit Druck und Schmerz im Bauchraum, im Oberbauch. Der Appetit lässt nach. Übelkeit, Erbrechen. Alles ziemlich unspezifisch. Die Beschwerden kommen und gehen, werden auf andere Ursachen zurückgeführt. Eines Tages, die erschütternde Diagnose: Magenkrebs.

    Eine häufige Tumorerkrankung, die überaus gefährlich sein kann. Die ersten Anzeichen sind wenig spektakulär, werden nicht wahrgenommen und erkannt. Die Diagnose erfolgt dann viel zu spät.

    Ältere Frau im Krankenbett unterhält sich mit Ärztin

    Zusammengefasst:

    Wodurch entsteht Magenkrebs?

    Wie bei vielen Krebserkrankungen liegen dem Leiden mehrere Ursachen zugrunde. Welche Faktoren auftreten müssen, damit eine kerngesunde Zelle zu einer Krebszelle mutiert und warum sich das Genmaterial verändert, bleibt im Dunkeln. Es gibt viele Fälle, bei denen die Ursache nicht geklärt werden konnte.

    Was sind die Risikofaktoren für Magenkrebs?

    In erster Linie können es Vorerkrankungen entzündlicher Art sein, wie SodbrennenMagengeschwüre und Gastritis. Vor allem die chronischen Entzündungen der Schleimhäute im Magen und in der Speiseröhre zählen zu den hochriskanten Risikofaktoren.

    Magenkrebs Risikofaktor Sodbrennen

    Chronisches Sodbrennen, durch Rückfluss der Magensäure ausgelöst, ist ein Hinweis auf Entzündungen in der Speiseröhre. Dieses Krankheitsbild wird für ein Karzinom am Übergang der Speiseröhre zum Magen verantwortlich gemacht (Kardiakarzinom).

    Magenkrebs Risikofaktor Alkohol und Nikotin

    Alkohol – im Übermaß getrunken – schädigt die Magenschleimhaut und ruft entzündliche Erkrankungen im Magen und an anderen Orten hervor. Liegt eine Refluxerkrankung vor, greift Alkohol die bereits angegriffene Schleimhaut der Speiseröhre an und schädigt sie noch mehr. Zusätzlich wirkt Alkohol entspannend auf den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre, der Rückfluss (Reflux) steigert sich.

    Im Rauch der Zigaretten befinden sich krebserregende Substanzen, die der Speichel löst und die auf diesem Weg in den Magen gelangen.

    Magenkrebs Risikofaktor Magenoperation

    Nach einer Operation wegen großer Magengeschwüre, steigt das Magenkrebs-Risiko. Der Krebs lässt sich oft 15 bis 20 Jahre Zeit, bis er aktiv wird.

    Die Ursachen können unter anderem Gallensäfte und Verdauungssäfte sein, die von der Bauchspeicheldrüse produziert werden und in den Restmagen zurückfließen. Dabei verändert sich die Magenschleimhaut wodurch sich im ungünstigsten Fall bösartige Karzinome entwickeln können.

    Magenkrebs durch Röntgen erkennen

    Magenspiegelung

    Eine Magenspiegelung hilft bei der Diagnose verschiedener Erkrankungen, wie z.B. Magenkrebs, Speiseröhrenentzündung und Speiseröhrenkrebs.

    Mann mit Motilitätsstörungen

    Magenschmerzen

    Welche Ursachen verantwortlich für Magenschmerzen und Sodbrennen sein können und was helfen kann, um das Leiden zu lindern, erfahren Sie hier.

    Wird Magenkrebs durch Bakterien verursacht?

    Von der Medizin wurde bisher ein Bakterium als bedeutender Risikofaktor identifiziert: Helicobacter pylori. Menschen, die mit diesem Virus infiziert sind, sind mit einem bis zu dreifach erhöhten Risiko an Magenkrebs zu erkranken belastet. Schätzungen sprechen von einem Viertel aller Erwachsenen, die das Virus in sich tragen. Ohne besondere Symptome oder Entzündungen. Das macht das Bakterium ausgesprochen heimtückisch. Wenn sich die Beschwerden häufen, sollte dringend eine Testung auf Heliobacter erfolgen.

    Ein Bakterium wurde als bedeutender Risikofaktor für Magenkrebs identifiziert: Helicobacter pylori. Dieses Virus erhöht das Risiko an Magenkrebs zu erkranken bis auf das Dreifache. Helicobacter pylori besiedelt die Schleimhaut des Magens.

    Ein Bakterium wurde als bedeutender Risikofaktor für Magenkrebs identifiziert: Helicobacter pylori. Dieses Virus erhöht das Risiko an Magenkrebs zu erkranken bis auf das Dreifache. Helicobacter pylori besiedelt die Schleimhaut des Magens.

    Wie erkennt man Magenkrebs Symptome?

    Magenkrebs durch Röntgen erkennen

    Wenn Sodbrennen sehr oft vorkommt, sollte ein Arzt befragt werden.

    Die Gefahr bei Magenkrebs Symptomen liegt darin, dass sie spät auftreten und leicht übersehen werden. Zu Beginn werden die Beschwerden im Oberbauch und das dazugehörige Druckgefühl nicht mit einer schweren Erkrankung in Verbindung gebracht. Erst wenn Blutungen auftreten und die Schmerzen intensiver werden, wird der Gang zum Arzt angetreten und Untersuchungen werden gemacht. Da kann der Tumor weit fortgeschritten sein, weil es an spezifischen Magenkrebs-Symptomen fehlt.

    Erste Symptome, die nicht beachtet werden

    • Von einem Tag auf den anderen wächst die Abneigung gegen bestimmte Speisen, wie Fleisch, Obst, Milch, Wein, Kaffee, Tee
    • Verlust des Appetites, unerklärlicher GewichtsverlustVöllegefühl
    • Blut im Stuhl, der aussieht wie Kaffeesatz (schwarz, bröselig)
    • Blutarmut auf Grund des laufenden Blutverlusts, verbunden mit Blässe und Müdigkeit durch verringerte Sauerstoffzufuhr (Anämie)
    Diese Beschwerden können über einen längeren Zeitraum vereinzelt auftreten und verschwinden. Das macht den Magenkrebs so heimtückisch.

    Magenkrebs Symptome im fortgeschrittenen Stadium

    Schon gewusst?

    Bei Symptomen, die auf Magenkrebs hindeuten können, sollte man einmal öfter ärztlichen Rat und Hilfe holen, als einmal zu wenig.

    Magenkrebs in fortgeschrittenem Stadium bildet Metastasen

    Der Tumor kann, wie viele andere, Tochtergeschwüre in anderen Organen bilden: er metastiert. Die Symptome können Gelbsucht (Befall der Leber), Bauchwassersucht und bei Frauen der Befall der Eierstöcke sein. Es handelt sich hierbei um eine fakultative Aufzählung, andere Symptome sind nicht ausgeschlossen und wahrscheinlich. Zusätzlich tauchen noch typische Begleit-Symptome, wie Fieber (über 38 Grad), Nachtschweiß und rapider Gewichtsverlust auf.

    • Vermeidung von Alkohol
    • keine scharfen und sauren Getränke
    • heiße und / oder kalte Speisen meiden
    • auf das Rauchen verzichten
    • Verzicht auf üppige Mahlzeiten
    • „Diner-Canceling“ – mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen
    • Kaffee, Nikotin, säurehaltige Getränke vermeiden
    • Kurzfristig helfen als Antazida bezeichnete Medikamente, die Magensäure neutralisieren
    Diese Maßnahmen sind symptomatisch und wirken sich nur indirekt auf die geschädigte Leber aus.

    Ab welchem Alter ist Magenkrebs wahrscheinlicher?

    Die Symptomatik wird von älteren Menschen auf ihr Alter und andere Krankheiten zurückgeführt und somit den Ursachen nicht näher auf den Grund gegangen. Aus diesem Grund wird das Magenkarzinom am häufigsten bei Menschen ab dem 70. Lebensjahr diagnostiziert.

    Das ist kein Beweis, dass man in jungen Jahren nicht daran erkranken kann. Unabhängig vom Alter: wenn Beschwerden im Zusammenhang mit der Verdauung wiederholt auftauchen und verschwinden, dann ist ärztliche Abklärung und Beratung dringend angeraten.

    Ist Magenkrebs heilbar?

    Im fortgeschrittenen Stadium und wenn der Krebs Metastasen gebildet hat, sind die Chancen auf Heilung äußerst gering. Die Tumore lassen sich operativ kaum entfernen. Eine Therapie, die einigermaßen Erfolgsaussichten hat, kann einzig und allein von Spezialisten auf diesem Gebiet erarbeitet und empfohlen werden.

    Tipps und Zusammenfassung: Magenkrebs Symptome

    Magenkrebs versteckt sich hinter vielen Symptomen. Was anfänglich geringe Beschwerden macht, wie Sodbrennen und saures Aufstoßen, kann Jahre später eine lebensgefährliche Erkrankung sein. Wie bei den meisten Krebsarten ist die Früherkennung das A und O.

    Die Symptome sollten auf alle Fälle ernst genommen werden, mit Magenkrebs ist nicht zu spaßen. Besser einmal öfter ärztlichen Rat und Hilfe geholt, als einmal zu wenig.

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    Autor

    Dr. Joachim Grünbaum

    Leitender Arzt Gastroenterologie der Klinik Schlosspark in Grünberg. Neben mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Praxis widmet Dr. Grünberg sich auch der Forschung im Bereich der Onkologie mit dem Schwerpunkt gastroenterologische Onkologie inkl. Misteltherapie.
    Dr. Joachim Grünbaum