Gestresste Frau am Laptop hält ihren Kopf

Stress als Auslöser von Sodbrennen

Viele Sprichwörter gibt es zum Thema Magen: „Es liegt mir schwer im Magen.“, „Die Thematik fühlt sich an, als hätte mir jemand in den Magen geschlagen.“ und ähnliches. Wir alle kennen diese Sprüche und nehmen sie eigentlich gar nicht so ernst. Könnte es aber trotzdem sein, dass in ihnen ein Fünkchen Wahrheit steckt? Könnte es sein, dass sich das, was sich im Alltag in unseren Köpfen abspielt, auch organisch, in diesem Fall im Bereich des Magens niederschlägt? Wenn wir in einer ruhigen Minute in uns gehen und einmal Revue passieren lassen, welche Alltagssituation oder Themen aus den Medien sich gerade abgespielt haben, als die Magenbeschwerden eingesetzt haben, kann man tatsächlich sagen, dass Sodbrennen Stress bedingt sein kann. So wie andere Magenbeschwerden ebenfalls.

Das Zusammenspiel von Kopf und Magen

Viele Menschen glauben es nicht wirklich. Trotzdem konnte eine enge Verbindung zwischen dem Kopf und dem Magen tatsächlich festgestellt und wissenschaftlich untermauert werden. Jeder von uns wird dies bestätigen können. Schließlich ist es uns allen schon einmal passiert, dass wir etwa eine Werbung im Fernsehen von einem ganz tollen Gericht gesehen haben und schon haben unsere Speicheldrüsen mit der Produktion von Speichel begonnen. Wir brauchten die Speise noch nicht einmal riechen. Alleine die bloße Vorstellung reicht aus, um die physische Reaktion auszulösen. Dies ist eine positive Verknüpfung zwischen Magen und Kopf.

Leider gibt es aber auch die weniger positiven Reaktionen, die von einem Geschehen ausgelöst werden können. Horrorfilme mit ekelhaften Szenen und entsprechender Nahrungsaufnahme reichen bei einigen Menschen aus, um ein Unwohl in der Magengegend auszulösen. Denn unser Gehirn versucht sofort, sich die Szene bildlich vorzustellen. Ein unschöner Anblick, der sofortiges Grummeln im Magen und ein Gefühl des Unwohlseins auslösen kann. Kurz gesagt: Situationen, die uns belasten, lösen Stressreaktionen bei uns aus. Und diese können sich relativ schnell auch organisch bemerkbar machen. Befinden wir uns regelmäßig in stressigen Situationen, denen wir nicht entkommen können, so kann sich daraus sogar ein chronisch Symptomenbild ergeben.

Sodbrennen durch Stress

Frau hält sich den Bauch wegen Sodbrennen BeschwerdenSodbrennen ist ein Erscheinungsbild, das sich bei vielen Menschen zeigt. Es können viele Ursachen als Auslöser von Sodbrennen vorhanden sein. Eine der häufigsten aber ist tatsächlich Sodbrennen durch Stress. Da stellt sich zunächst die Frage: Was ist Stress? Stress ist nämlich eigentlich etwas Positives. Es handelt sich um eine Art Frühwarnsystem des Organismus. Es warnt uns vor den Reaktionen, die im Körper entstehen, wenn wir bestimmte Verhaltensweisen nicht sein lassen oder uns dauerhaft verschiedenen emotionalen Gegebenheiten beherrschen. Es ist egal, ob es sich um eine vergebliche Liebschaft, Konkurrenzkampf am Arbeitsplatz oder ein zu üppiges Mahl am Abend handelt. Der Körper reagiert instinktiv.

Kommt es zu einer Stressreaktion, werden bestimmte Hormone freigesetzt, welche die Verdauung verlangsamen. Das bedeutet, dass die gegessenen Mahlzeiten länger im Magen liegen bleiben, als es der Fall sein sollte. Auch die Magenbewegung wird vermindert. Die Magensäure, als leichtestes Element, liegt dabei ganz oben und wird von dem liegenbleibenden, eventuell leicht gärenden Mageninhalt zurück in die Speiseröhre gedrängt. Der Reflux mit Ursache Stress führt zu einem brennenden Gefühl im Brustbereich, dem Sodbrennen. Die liegt daran, dass die Speiseröhre keinen Säureschutz hat. Das Gewebe wird gewissermaßen sofort von der Magensäure angegriffen. Wie der Reflux entsteht, ist hierbei unerheblich. Psychische Sodbrennen Ursachen fühlen sich leider genauso an. Im übrigen geht mit dem Reflux oftmals eine Übelkeit und ein Völlegefühl einher, die aufgrund der verminderten Magenbewegung entstehen. Sie können sich erst wieder auflösen, wenn die gesamte Verdauung wieder das normale Tempo aufnimmt und der Verdauungsvorgang fortgeführt wird.

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Wie kommt es zu Sodbrennen mit psychischer Ursache?

Nun, der menschliche Organismus ist relativ einfach gestrickt, wenn es um Reaktionen auf Stress geht. Er kann keinen Unterschied zwischen physischen oder psychischen Ursachen finden. Aus diesem Grunde wird in Stresssituationen das Blut den inneren Organen, also auch dem Magen, entzogen, um es in den Bewegungsapparat zu leiten. Dies ist ein Vorgang, den wir nicht konkret wahrnehmen. Ebenso wenig können wir es bemerken, dass der Verdauungsvorgang sich verlangsamt, da die Durchblutung des gesamten Verdauungstraktes verringert wird. Handelt es sich um eine relativ kurze, stressige Zeitspanne, kann es passieren, dass wir beim Lösen des Verdauungstempos eine gewisse Erleichterung verspüren. Handelt es sich um Sodbrennen mit psychischer Ursache kann zudem eine gewisse psychische Erleichterung zu spüren sein. In Folge mindert sich das Sodbrennen, da der Reflux sich erübrigt, wenn der Verdauungsbrei weiter im Verdauungstrakt vorwärts gelangt.

Was passiert bei permanenten Sodbrennen mit psychischen Ursachen?

Wie bereits beschrieben, passt sich der Organismus den Gegebenheiten an. Dadurch entsteht ein Verdauungsmillieu, dass sich der verringerten Durchblutung angepasst hat. Ob es sich hierbei um einen langsameren Vorgang oder eine verminderte Nahrungsaufnahme handelt, tut nichts zur Sache. Doch selbst die Anpassung des Verdauungsvorganges kann nicht verhindern, dass sich immer ein größerer Anteil Magensäure im oberen Magendrittel befindet. Dadurch kommt es bei vielen Bewegungen der Körpers zum Heraufpressen der Magensäure. Je nachdem, wie lange dieser Zustand anhält, kann es zu einem dauerhaften Sodbrennen kommen. Der Patient bemerkt bereits den kleinsten Tropfen Magensäure in seiner Speiseröhre. Je nach persönlicher Empfindlichkeit kann dies ein schwacher oder aber starker Schmerz sein.

Was kann man gegen Sodbrennen durch Stress tun?

Zunächst gilt es herauszufinden, wo genau die Ursachen für das Sodbrennen liegen. Es ist davon auszugehen, dass es eine Hauptursache gibt und viele, kleinere Nebenursachen. Diese müssen nun dokumentiert werden:

  • Berufliche Anspannung
  • Emotionale Belastungen
  • Liebeskummer
  • entscheidende Lebenskrisen bzw. Lebensphasen
  • und natürlich auch rein physische, gesundheitliche Schwierigkeiten

Junge Frau auf einem Steg am See mach Yoga ÜbungenEs sollte hervor gehoben werden, dass es nicht ausschließlich negativen Stress gibt. Auch positiver Stress kann zu Sodbrennen führen. Man schaue sich beispielsweise Hochzeitspaare an, die in der letzten Phase ihrer Hochzeitsplanungen zu Stresssymptomen unterschiedlicher Art tendieren. Sodbrennen ist hier die gängiste Form zu zeigen, wie sehr einen der positive Hochzeitsstress in Anspruch nimmt. Wichtig ist dennoch, eine Lösung zu finden, wie der Stress gemindert werden kann. Sei es durch bestimmte Stress-Abbau-Techniken oder durch mehr Schlaf oder Yoga. Denn wenn sich der Stress vermindert, entsteht auch weniger Sodbrennen.

Wie kann man dem Reflux durch Stress begegnen?

Gehen Sie bewusst mit sich um. Notieren Sie sich die Situationen, in denen der Stress so stark wird, dass Sie mit Sodbrennen reagieren. Versuchen Sie, sich zu sammeln, wenn Sie in eine Stresssituation geraten. Hierbei kann Innehalten und kontrolliertes Atmen helfen. Wenn Sie sich die Zeit nehmen und ein Refluxtagebuch führen, lernen Sie, auch die Begleiterscheinungen zu erkennen. Hierzu gehören Nackenverspannungen, Angespanntheit, Ruhelosigkeit. Vielleicht sind auch Schlafstörungen die ersten Anzeichen für Stress. Bei Kindern und Jugendlichen ist das Vorstadium oftmals einhergehend mit Konzentrationsstörungen und einer großen Reizbarkeit.

Haben Sie erst einmal herausgefunden, wie genau es bei Ihnen zum Sodbrennen durch Stress kommt, haben Sie auch eine konkrete Chance, einen Weg zu finden, die gesundheitliche Situation zu ändern. 

In Zusammenarbeit mit:

Dr. Joachim Grünbaum

Dr. Joachim Grünbaum

Leitender Arzt Gastroenterologie der Klinik Schlosspark in Grünberg. Neben mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Praxis widmet Dr. Grünberg sich auch der Forschung im Bereich der Onkologie mit dem Schwerpunkt gastroenterologische Onkologie inkl. Misteltherapie.
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