Weinendes Baby liegt auf dem Rücken

Anzeichen für Sodbrennen bei Babys 

Man mag es ja nicht für möglich halten, dass schon Säuglinge von Sodbrennen geplagt werden können. Schließlich hat Sodbrennen seine Ursache oft in einer opulenten Lebensweise und – gehört Muttermilch da dazu? Muttermilch ist die optimale Ernährung für den Säugling. Aber er hat andere Probleme, die ihm sauer aufstoßen. Aufmerksame Eltern bemerken beim Baby Sodbrennen Anzeichen und können rechtzeitig eingreifen.

Kurz gesagt: Auch Säuglinge können schon an Sodbrennen leiden. Die Beschwerden sind schwer von anderen Erkrankungen abzugrenzen, sind in einem gewissen Ausmaß aber ganz natürlich und verschwinden in den meisten Fällen von allein.

Reflux beim Baby ist eigentlich ganz normal. Die Muskulatur von Magen und Speiseröhre arbeitet noch nicht so ganz perfekt, der Magenpförtner öffnet sich schon mal, wenn er das lieber bleiben lassen sollte. Deswegen passiert es häufig, dass ein Baby einen Teil seiner Milchmahlzeit direkt wieder nach draußen befördert. Dafür gibt es ja das Spucktuch. Wenn aber beim Baby Sodbrennen Anzeichen beobachtet werden, muss man genau beobachten und den Kinderarzt über die Beobachtungen informieren.

Doch was sind beim Baby Sodbrennen Anzeichen?

Bis zum Alter von sechs Monaten spucken viele Babys mindestens einmal am Tag. Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge. Im Alter von einem Jahr stoßen nur noch etwa fünf Prozent der Kinder flüssig auf. Dann hat sich der Magen so weit entwickelt, dass er seinen täglichen Anforderungen gewachsen ist. Bei ganz wenigen Säuglingen kann das vermehrte Aufstoßen auf ein ernsthaftes Problem hinweisen.

Wenn

  • das Baby sehr oft spuckt und seine Entwicklung dadurch verzögert ist,
  • es sich oft räuspert, hustet oder keucht. Das kann auf eine Reizung der Speiseröhre durch sauren Magensaft hinweisen,
  • es auch zwischen den Mahlzeiten spuckt,
  • es schwallartig größere Mengen von sich gibt,
  • es viel weint, schreit oder den Rücken durchbiegt, vor allem direkt nach der Nahrungsaufnahme

sollten die Eltern ärztlichen Rat einholen.

Gefährlich wird es nicht nur, wenn zu große Mengen Milch abgegeben werden und das Kind dadurch in seiner körperlichen Entwicklung beeinträchtigt wird. Die Milch, die aus dem Magen aufsteigt, ist mit saurem Magensaft versetzt und kann die Speiseröhre reizen. Der Säugling bekommt Schmerzen, die sich in Weinen, Schreien und Schlafstörungen zeigen. Viele Babys verknüpfen den Schmerz mit dem Essen und verweigern die Nahrungsaufnahme daraufhin komplett.

Schon gewusst?

Wenn Sie Sodbrennen Anzeichen beim Baby bemerken, ist es wichtig, die beobachteten Symptome möglichst neutral und objektiv zu beschreiben. Das erleichtert dem Kinderarzt die Diagnose enorm und senkt das Risiko von falschen Diagnosen.

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Falls die Beschwerden tatsächlich auf einer Refluxkrankheit beruhen, ist auch schon im Säuglingsalter eine Behandlung mit Protonenpumpenhemmern, etwa Omeprazol, angebracht, um dauerhaften Schädigungen der Speiseröhre vorzubeugen. Dabei besteht aber wiederum die Gefahr, Allergien zu entwickeln, weil durch den erhöhten pH im Magen das Milcheiweiß nicht mehr vollständig gespalten wird. Die Bruchstücke können dann im Darm als Allergene wirken.

Eine schwierige Situation, die man seinem Baby ganz und gar nicht wünscht.

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In Zusammenarbeit mit:

Dr. Joachim Grünbaum

Leitender Arzt Gastroenterologie der Klinik Schlosspark in Grünberg. Neben mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Praxis widmet Dr. Grünberg sich auch der Forschung im Bereich der Onkologie mit dem Schwerpunkt gastroenterologische Onkologie inkl. Misteltherapie.
Dr. Joachim Grünbaum

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