Frau liegt im Bett und schläft - Im Vordergrund ein Glas Wasser und Tabletten

Natron gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Die Frauenärzte und noch mehr die betroffenen Frauen können ein Lied davon singen. Mehr als 50 Prozent aller Schwangeren sind von Sodbrennen oder saurem Aufstoßen, betroffen. Wo liegen die Ursachen, welche Mittel helfen gegen das Brennen und Magen, ist Natron eine geeignete Hilfe? Antworten kurz und bündig in diesem Artikel.

Weshalb kommt es in der Schwangerschaft zu vermehrten Beschwerden durch Sodbrennen?

Sodbrennen ist eine Folge von scharfer Magensäure in der Speiseröhre. Sie steigt aus verschiedenen Gründen hoch. In der Schwangerschaft ist es üblicherweise die Raumforderung vom Baby. Es übt Druck auf den Magen und die inneren Organe aus. Diese verschieben oder verformen sich dann und es passiert, dass der Schließmuskel sich öffnet und die aggressive Säure in der falschen Richtung durchlässt. Vor allem im Liegen kommt es zu dieser ungewollten Entspannung. Für die werdende Mutter und das Kind ist es besser den Oberkörper im Liegen aufzustützen.

Zusätzlich verursachen manche Medikamente eine Erschlaffung bzw. Entspannung der Muskeln. Das Hormon Progesteron wird verabreicht, um vorzeitige Wehen zu unterdrücken. Das wirkt sich auf den Schließmuskel in gleicher Weise aus.

 

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Wie kann man Sodbrennen in der Schwangerschaft vermeiden?

Die beste Vermeidung ist Vorbeugung. Es geht um die richtige Ernährung, die nicht zu scharf oder fett sein soll. Getränke enthalten keine Kohlensäure, sind nicht zu heiß, zu kalt oder zu salzig. Insgesamt ist es eine Frage des Lebensstils und der Achtsamkeit. Stressvermeidung ist in dem Kontext ein wesentlicher Faktor.

Sodbrennen Schwangerschaft Natron – passt das zusammen?

Natron, seit einigen Jahrhunderten bekannt, als Mittel gegen Sodbrennen, neutralisiert die vorhandene Säure. Sodbrennen klingt dadurch rasch ab. Bei unseren Vorfahren gehörte es zum guten Ton, eine kleine Dose Natron bei sich zu haben. Vor allem, wenn üppige Tafelfreuden auf der Tagesordnung standen.

Der Gedanke Natron gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft einzunehmen mag verführerisch sein, schließlich tritt die lindernde Wirkung fast unmittelbar ein. Aus medizinischer Sicht jedoch nicht unbedenklich, Natron, übermäßig zu sich genommen, kann Mutter und Kind schädigen. Auch wenn Natron gegen Sodbrennen vielfach als ausgezeichnete Alternative angeboten wird, die beste Wahl ist es dennoch nicht. Ihr Arzt wird Ihnen das sicher bestätigen.

Gibt es andere Mittel als Natron, die gegen Sodbrennen helfen?

Zweifelsohne. Es gibt eine Menge klassischer Hausmittel, die Schwangere bedenkenlos zu sich nehmen können, die Linderung bringen.

  • Wasser: ist überall verfügbar und lauwarm, in kleinen Schlucken getrunken, kann Sodbrennen ebenso schnell lindern, wie Medikamente. Sodbrennen kann auch ein Zeichen von zu wenig Flüssigkeit im Körper sein.
  • Verzichten Sie auf die Abendmahlzeit bis zu drei Stunden, bevor Sie zu Bett gehen,
  • Kauen Sie Kaugummi (zuckerfrei), die Kaubewegungen regen den Speichelfluss an, die Säure wird in den Magen zurückgeschwemmt, der Speichel legt sich lindernd auf die strapazierten Schleimhäute,
  • Haferflocken, ein Teelöffel voll lange und gut gekaut, schützt als Brei den Magen vor Übersäuerung.
  • Eine gekochte Kartoffel essen, oder Kartoffelpresssaft trinken. Den Saft gibt es in gut sortierten Reformhäusern.
  • Heilerde, mit lauwarmen Wasser vermischt ist ebenfalls lange als probates Mittel zur Linderung von Beschwerden durch Sodbrennen bekannt.

Wussten Sie schon?

Es gibt einige Hausmittel die gegen Sodbrennen helfen. Aber auch, wenn man das Essverhalten etwas ändert kann Sodbrennen in der Schwangerschaft vermieden werden. Beispielsweise kann es helfen, wenn man während dem Essen nichts trinkt, damit die Magensäure nicht verdünnt wird.

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In Zusammenarbeit mit:

Dr. Joachim Grünbaum

Leitender Arzt Gastroenterologie der Klinik Schlosspark in Grünberg. Neben mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Praxis widmet Dr. Grünberg sich auch der Forschung im Bereich der Onkologie mit dem Schwerpunkt gastroenterologische Onkologie inkl. Misteltherapie.
Dr. Joachim Grünbaum

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