Koch schneidet Gemüse für eine Mahlzeit klein

Ernährungsplan bei Sodbrennen – welche Lebensmittel sind bei Sodbrennen hilfreich und lindern die Beschwerden

Sodbrennen ist schlichtweg die Volkskrankheit Nummer 1. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung leidet darunter in beinahe chronischem Ausmaß. Ärzte entwickeln immer neuere und bessere Therapien, Pharmaunternehmen bringen laufend neue Produkte auf den Markt. Dennoch ist das Leiden nicht auszurotten. Vielleicht ist der Ansatz der klassischen Medizin suboptimal? Möglicherweise sollten die Lebensstiländerung und die Ernährung im Fokus stehen. Welche Wirkung Lebensmittel und Getränke auf Sodbrennen haben, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wodurch kommt Sodbrennen zustande, wer ist der Verursacher?

In der überwiegenden Anzahl der Fälle ist es Magensäure, die in die Speiseröhre gelangt. Das hat etwa die gleiche Wirkung, als würden Sie verdünnte Salzsäure trinken. Die Schleimhäute werden angegriffen und verätzt. Die Folge davon ist dieses starke Brennen hinter dem Brustbein, das allgemein als Sodbrennen bezeichnet wird.

Diese Säure aus dem Magen steigt hoch, weil ein Schließmuskel, der sogenannte Ösophagussphinkter, seine Funktion nur eingeschränkt ausübt, der Zugang vom Magen zur Speiseröhre ist durchlässig. Das Fatale daran ist, dass in den meisten Fällen diese Dysfunktion irreversibel ist. Deshalb konzentrieren sich die Bemühungen der Medizin auf die Behandlung der Symptome. Einerseits durch Verringerung der Magensäureproduktion, andererseits durch Neutralisierung dieser ätzenden Flüssigkeit.

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Was hat das alles mit Ernährung zu tun, weshalb sollte man einen Ernährungsplan bei Sodbrennen erstellen?

Jede Nahrung, in welcher Form und Zusammensetzung auch immer, wirkt sich auf die Produktion der Magensäure aus. Es gibt Speisen und Getränke, die regen die Produktion an, andere wiederum reduzieren sie. Dies deshalb, weil der Organismus immer jene Magensäure produziert, die für die aktuelle Menge und Konsistenz der Nahrung ausreichend ist.

Wenn man nun weiß, dass Magensäure Sodbrennen verursacht, ist auch erkennbar, dass mit Essen und Trinken die Produktion oder der Säuregehalt zu steuern ist. Damit sinkt die Gefahr, dass Magensäure ihre schädigende Wirkung an der Schleimhaut der Speiseröhre aufnimmt.

Wussten Sie schon?

Sodbrennen ist heutzutage sehr verbereitet in der Bevölkerung. Mehr als die Hälfte der Menschen leidet darunter. Die Forschung und Entwicklung geht stetig weiter, um immer neuere und bessere Therapien zu finden.

Wie sollte nun so ein magenschonender Ernährungsplan aussehen?

Es beginnt bereits mit der Zubereitung der Speisen. Befreien Sie Ihre Rezepte von allen Zubereitungsarten, die viel Fett brauchen. Kochen Sie Ihre Mahlzeiten soweit als möglich fettfrei. Legen Sie mehr Wert auf Gedünstetes, Gedämpftes. Sie können bspw. Fisch, Fleisch und Gemüse ohne Zugabe von Fett in einer Alufolie im eigenen Saft schmoren lassen. Fettige und stark angebratenen Speisen fordern dem Magen viel Arbeit ab, die Produktion der Magensäure steigt an. Obst darf auf Ihrem neuen Speiseplan nicht fehlen.

Beachten Sie, dass üppige Mahlzeiten, scharfe Gewürze für den Organismus ebenfalls das Signal sind, die Magensäureproduktion zu erhöhen.

Welche Speisen und Lebensmittel sind aus dem Ernährungsplan zu streichen?

Hilfe gegen Sodbrennen und Aufstoßen ist dann gegeben, wenn Sie folgende Speisen und Getränke aus Ihrem Speiseplan streichen:

  • stark frittierte Speisen, bspw. Pommes Frites
  • cremig-fette Backwaren (Buttercremetorte)
  • in viel Fett Gebackenes, fettreiche Speisen
  • ofenfrisches, noch warmes Brot und Gebäck
  • fette Fleisch- und Wurstwaren
  • saure Säfte (Zitronenwasser)
  • saure Speisen mit viel Essig und ähnlich sauren Gewürzen
  • scharfe Speisen mit Paprika und anderen scharfen Zutaten

Vermeiden sollten Sie ebenfalls zu viel an Kaffee und Nikotin. Auch Alkohol ist insgesamt für den Organismus belastend. Denken Sie daran, dass Reflux vor allem von der Menge und vom Säuregehalt der Magensäure abhängt. Und als „Geheimrezept“: Ein Apfel am Tag hält nicht nur den Doktor fern und fördert Ihre Gesundheit, er wirkt auch Sodbrennen entgegen.

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In Zusammenarbeit mit:

Dr. Joachim Grünbaum

Leitender Arzt Gastroenterologie der Klinik Schlosspark in Grünberg. Neben mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Praxis widmet Dr. Grünberg sich auch der Forschung im Bereich der Onkologie mit dem Schwerpunkt gastroenterologische Onkologie inkl. Misteltherapie.
Dr. Joachim Grünbaum

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